Zöliakie bei Kindern: Zuverlässige Diagnose ohne Magenspiegelung jetzt offenbar möglich

Bisher galt: Sicherheit, ob eine Zöliakie vorliegt, kann nur eine Dünndarmbiopsie gewährleisten. Jetzt hat ein internationales Team von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift „Gastroenterology“ im Rahmen einer Studie ein Verfahren vorgestellt, welche die mit der Gewebeentnahme verbundene Magenspiegelung (Gastroskopie) in vielen Fällen unnötig machen soll.

Nicht nur verspricht das in der Studie vorgestellte Verfahren Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem, es wäre auch eine erhebliche Erleichterung für die Eltern betroffener Kinder und natürlich auch für die Kinder selbst. Denn gerade für kleine Kinder ist eine Magenspiegelung oft mit einigem Stress verbunden. Auch wenn es nur selten zu Komplikationen kommt, ist die Prozedur der Magenspiegelung immer eine Belastung und löst auch häufig Ängste aus. Zudem müssen die Kinder in der Regel einen ganzen Tag in der Klinik verbringen.

Initiiert wurde die internationale Studie, bei der sich 33 Kliniken aus 21 Ländern beteiligten, von Prof. Dr. Sibylle Koletzko, Leiterin der Kindergastroenterologie im Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München. Das Ergebnis der Studie: In mehr als 50% der Fälle kann eine Zöliakie bei Kindern auch ohne Biopsie sicher diagnostiziert werden.

Ein Verzicht auf eine Gewebeprobe ist laut der Studie dann möglich, wenn neben typischen Zöliakie-Symptomen auch sehr hohe tTGA-IgA-Werte und Auto-Antikörper des Typs EMA-IgA im Blut festgestellt werden.

Sibylle Koletzko rät Eltern, die den Verdacht haben, dass ihr Kind unter Zöliakie leidet, grundsätzlich einen Kinderarzt oder Kinder-Gastroenterologen mit speziellem Fachwissen in Bezug auf Glutenunverträglichkeit aufzusuchen. Aufgrund der Komplexität der Untersuchung ist für eine sichere Zöliakie-Diagnose mit dem in der Studie vorgestellten Verfahren auch zusätzliche Expertise nötig.

Europaweit ist etwa ein Prozent der Kinder und Jugendlichen von Zöliakie betroffen, die häufig bereits im Kleinkindalter auftritt. Laut Sibylle Koletzko gehört Zöliakie zu den 10 am meisten übersehenen Krankheiten.

Hier der Link zur Studie: http://www.gastrojournal.org/article/S0016-5085(17)35736-0/pdf

Weitere Quellen:
https://medizin-aspekte.de/95130-zoeliakie-bei-kindern-zuverlaessige-diagnose-auch-ohne-belastende-magenspiegelung/
https://www.welt.de/gesundheit/article166460726/Gluten-Unvertraeglichkeit-bei-Kindern-schonend-nachweisbar.html

Zöliakie bei Kindern: Zuverlässige Diagnose ohne Magenspiegelung jetzt offenbar möglich
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Neue Studie: Glutensensitivität mittels Blutproben eindeutig nachgewiesen

In einer großangelegten Studie des Columbia University Medical Center wurde die Existenz der zuvor häufig umstrittenen Erkrankung Glutensensitivität (Non-Celiac Gluten Sensitivity, NCGS) jetzt zweifelsfrei nachgewiesen: Mittels Blutproben konnte sie bei Patienten eindeutig festgestellt werden. Für Millionen Betroffene bedeutet das eine große Erleichterung, weil damit die Ursache für ihr Leiden unbestreitbar geklärt ist.

In der Vergangenheit konnte Glutensensitivität nur mittels Ausschlussdiagnose festgestellt werden. Wenn jemand ähnliche Symptome wie bei einer Zöliakie zeigte, die Diagnostik aber eine Zöliakie ausschloss, wurde häufig eine glutenfreie Diät angesetzt, um zu sehen, ob sich die Symptomatik verbessert. Führte die Diät zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands, konnte eine Glutensensitivität diagnostiziert werden.

Die Studie, die in der amerikanischen Fachzeitschrift „Gut“ veröffentlicht wurde, umfasste 80 Teilnehmer bei denen bereits Glutensensitivität diagnostiziert worden war, 40 mit diagnostizierter Zöliakie und 40 gesunde Teilnehmer ohne Gluten- oder Weizenallergie.

Hier der Link zur Studie: http://gut.bmj.com/content/early/2016/07/21/gutjnl-2016-311964.full

Neue Studie: Glutensensitivität mittels Blutproben eindeutig nachgewiesen
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Hoffnung für Zöliakie-Betroffene: Forschung an Transglutaminase-Blocker geht in die zweite Phase

Gehört das Problem der Gluten-Kontamination bald der Vergangenheit an? Ein sich in der Entwicklungsphase befindliches Medikament, der Transglutaminase-Blocker ZED1227, könnte zumindest die beschwerdefreie Aufnahme von kleineren Mengen Gluten in Zukunft ermöglichen.

Das Enzym Transglutaminase ist wesentlich an der Pathophysiologie der Zöliakie-Erkrankung beteiligt, da es die entzündlichen Reaktionen im Darm wesentlich verstärkt. Ist es gehemmt, aktiviert das Gluten die Immunzellen gar nicht mehr oder nur noch schwach. Hier setzt der neue Transglutaminase-Blocker, der sich inzwischen kurz vor der zweiten klinischen Studienphase befindet, an.

Große Mengen Gluten zu verzehren, wird allerdings auch mit dem Transglutaminase-Blocker ZED1227 nicht möglich sein. Doch erweist sich der Blocker in der Realität als ähnlich effektiv wie im Tierversuch, könnten Betroffene geringe Mengen Gluten ohne Beschwerden aufnehmen. Dadurch wäre zumindest die Gefahr der versteckten Glutenquellen, die das Einhalten einer glutenfreien Diät so schwer machen, gebannt.

Gerade für Menschen mit einem refraktären Zöliakie Typ I – etwa 5 bis 10 Prozent der Zöliakie-Patienten – die schon bei der minimalen Kontamination hochsensibel reagieren, könnte das geplante Medikament eine echte Erleichterung bedeuten. Aber auch der Rest der Zöliakie-Betroffenen wären mit dem Medikament von der Last des ständigen Risikos einer Gluten-Kontamination beim auswärts Essen befreit.

Erforscht wird der Transglutaminase-Blocker ZED1227 in einem Gemeinschaftsprojekt des Universitätsklinikums Mainz mit den Unternehmen Zedira und Dr. Falk Pharma, die das Patent auf ZED1227 besitzen. Das neue Zöliakie-Medikament wird frühestens im Jahr 2020 marktreif sein

Der Artikel beruht auf einem Interview von Prof. Detlef Schuppan, Leiter des Instituts für Translationale Immunologie am Universitätsklinikum Mainz, mit dem Onlineportal „Mein Allergie Portal“.

Hoffnung für Zöliakie-Betroffene: Forschung an Transglutaminase-Blocker geht in die zweite Phase
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Sport und Zöliakie: Auf was Sportler bei ihrer glutenfreien Diät achten sollten

Serbischer Tennisspieler Novak Đoković

Der serbische Tennisspieler Novak Đoković – derzeitige Nummer eins der Weltrangliste – ist sicher der bekannteste Zöliakie-Betroffene im Spitzensport. In seinem Buch „SIEGERNAHRUNG“ stellt er seine eigene glutenfreie Sportler-Diät vor. Foto by César [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons


Der prominenteste Leistungssportler mit Zöliakie ist sicher der serbische Tennisspieler Novak Đoković – die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste. Đoković hat insgesamt 65 Titel gewonnen, darunter zwölf Grand-Slam-Turniere und ist einer von acht Tennisspielern in der Tennisgeschichte, der jeden der vier Grand-Slams mindestens einmal für sich entscheiden konnte. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass Đoković ein absoluter Ausnahmeathlet ist, der selbst im Spitzenbereich des Leistungssports noch Maßstäbe setzen konnte – und das trotz seiner Zöliakie-Erkrankung.

Hierzulande weniger bekannt, aber auch ein Jahrhundertathlet, der von Zöliakie betroffen ist, ist der amerikanische Quarterback Drew Brees, der derzeit für die New Orleans Saints spielt. Er bescherte 2009 den Saints den ersten Super-Bowl der Teamgeschichte und ist laut NFL-Ranking einer der fünfzehn besten Quarterbacks der Geschichte des American Football. Zudem ist er auch einer der bestbezahlten Spieler aller Zeiten.

Zöliakie-Betroffenen, die Sport betreiben, vielleicht sogar Leistungssport, denen es aber nicht vergönnt ist im Olymp des Spitzensports zu verweilen – und die sich daher keinen persönlichen Diät-Assistenten leisten können – stellt sich natürlich die Frage, auf was man vor dem Hintergrund seiner sportlichen Aktivität bei seiner Ernährung besonders achten muss.

Im Folgenden einige Tipps:

  • Sehr wichtig ist, beim Ausdauersport auf ausreichend Nachschub von Kalorien zu achten. Denn man gerät mit Zöliakie bei anhaltender sportlicher Betätigung leicht in ein Kaloriendefizit. Ein Kaloriendefizit erhöht das Risiko für Verletzungen, Ermüdung und Knochenprobleme.
  • Eine Möglichkeit, ein Kaloriendefizit zu vermeiden, ist viele Snacks über den Tag verteilt zu essen.
  • Es gilt die Regel, dass man etwa 4 Stunden vor einem sportlichen Event eine größere Mahlzeit zu sich nehmen sollte, die vor allem aus Kohlenhydraten bestehen sollte. Gute glutenfreie Kohlenhydratlieferanten sind z. B. brauner Reis, Wildreis, Hirse, Quinoa und Buchweizen. Direkt vor der Veranstaltung empfehlen sich vor allem kleinere, zuckerreichere Snacks – gerne in Kombination mit einem Sportgetränk.
  • Auch die Proteinzufuhr sollte man im Auge behalten. Gerade nach einer sportlichen Veranstaltung empfiehlt sich proteinreiche Kost. Empfohlen wird fettarmes Fleisch, aber auch Eier, Jogurt, Magerquark oder Sojamilch. Ebenfalls achten sollte man auf die ausreichende Zufuhr von bestimmten Vitaminen. Vor allem auf die Zufuhr von Vitamin B12, Vitamin D und Calcium. Wenn eine ausreichende Zufuhr nicht über die normale Ernährung zu bewerkstelligen ist, kann man eventuell auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Im Anschluss einige wichtige Lebensmittel einer glutenfreien und vollwertigen Sportlerernährung:

  • Glutenfreie Kohlenhydratquellen (am besten Vollkorn): Reis, Wildreis, Mais, Kartoffeln, Quinoa, Hirse, Amaranth, Tapioka, Buchweizen
  • Proteinquellen: mageres Fleisch, Geflügel, unpanierter Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milchprodukte. Nüsse, Samen
  • gesunde Fette: pflanzliche Öle, viele Nusssorten, Samen, Lachs, Thunfisch
  • Früchte und Fruchtgetränke
  • Gemüse (frisch oder gefroren) und Gemüsesäfte
  • Glutenfreie Energieriegel und Gele
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Zöliakie bei Kindern unterdiagnostitiziert

Bild Baby Fütterung

Zöliakie betrifft laut einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München deutlich mehr Kinder als bisher vermutet wurde. Die in der neuen Studie ermittelte Krankheitshäufigkeit lag mit 0,9 Prozent fast doppelt so hoch wie bislang angenommen. Dabei wusste nur etwa jedes zwölfte betroffene Kind, dass es unter Zöliakie leidet.

Die Münchner Wissenschaftler hatten das Blut von 12.741 Kindern und Jugendlichen, die an der bundesweiten KiGGS-Basiserhebung (2003-2006) teilgenommen hatten, auf für Zöliakie typische Autoantikörper untersucht. Veröffentlicht wurde die Studie im Deutschen Ärzteblatt.

Die ersten Anzeichen einer Zöliakie können schon im Säuglingsalter auftreten, wenn eine glutenhaltige Beikost eingeführt wird. Zu typischen Symptomen zählen in diesem Alter u. a. häufiger Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung, ein schwächlicher Gesamteindruck, Müdigkeit und Blässe, ein aufgeblähter Bauch und dünne Ärmchen. Weitere Anzeichen können z B. langsam wachsende Haare und Nägel sowie eine sehr weiche, fast puddingartige Muskulatur sein.

Mehr Information zum Thema finden Sie auch unter „Zöliakie Symptome“.

Zöliakie bei Kindern unterdiagnostitiziert
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Glutenfrei erleben! – Der Welt-Zöliakie-Tag 2015

welt-zoeliakie-tag-2015-logo-dzgEs ist wieder soweit: Am 16. Mai 2015 findet der Welt-Zöliakie-Tag (WZT) in Leipzig statt. Das diesjährige Motto des WZT lautet: Glutenfrei erleben! Laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) soll das Motto aufzeigen, dass man als Zöliakie-Betroffener keinesfalls auf Genuss verzichten muss. Die Hauptveranstaltung des diesjährigen WZT wird auf dem Augustusplatz in der Leipziger Innenstadt stattfinden, wo einen ein buntes Programm mit Musik, Informationsständen, Getränke- und Imbissstände sowie Verkaufsstellen für glutenfreie Produkte erwartet. Arztvorträge zum Thema Zöliakie im angrenzenden Gebäude der Universität Leipzig flankieren das Programm.

Los geht’s um 11:00 Uhr mit einem Demonstrationszug, der genaue Treffpunkt wird hier noch bekannt gegeben. Mehr Informationen zum Welt-Zöliakie-Tag finden sich auf der DZG Website: https://www.dzg-online.de/welt-zoeliakie-tag-2015.835.0.html

Glutenfrei erleben! – Der Welt-Zöliakie-Tag 2015
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Allergen-Auskunftspflicht gilt nun auch für Restaurants und Kantinen

Mit einer neuen EU-Richtlinie zur Allergenkennzeichnung, die am 13. Dezember 2014 in Kraft trat, wird jetzt allen Unternehmen, die mit Lebensmitteln zu tun haben, eine umfassende Auskunftspflicht auferlegt. Bisher galt in Deutschland die umfangreiche Informationspflicht nur für den Einzelhandel, nicht aber für die „Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung“. Das sind z. B. Restaurants, Kioske, Kantinen, Krankenhäuser, Schulen und Mensen. Nun ändert sich das.

Die Umsetzung der Allergen-Kennzeichnung unverpackter Ware, also auch der Erzeugnisse von Anbietern im Bereich „Gemeinschaftsverpflegung“, überließ die EU den Mitgliedstaaten. In Deutschland hat man sich auf folgende Eckpfeiler zur Umsetzung der Richtlinie geeinigt.

Informationen müssen einfach erhältlich sein

Für Verbraucher müssen künftig Informationen über potenziell allergen wirksame Inhaltsstoffe unmittelbar und leicht zugänglich sein. Dazu muss in Verkaufsräumen (also z. B. auch in Restaurants oder Kantinen) ein deutlicher Hinweis erfolgen, wo der Verbraucher die entsprechenden Informationen findet, wenn bei ihm ein Informationsinteresse besteht. Zudem werden ab jetzt auch die Allergene in den Zutatenlisten verpackter Ware optisch deutlicher hervorgehoben.

Mündliche Informationen in Ausnahmefällen weiter möglich

Neben dem weiten Spektrum an schriftlichen Informationen besteht weiterhin die Möglichkeit, seiner Informationspflicht auch mündlich nachzukommen. Grundlage mündlicher Auskünfte muss aber eine schriftliche Dokumentation in dem jeweiligen Betrieb sein. Diese muss sowohl den Verbrauchern als auch den Kontrollbehörden auf Nachfrage einfach zugänglich sein.

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) war bei der Planung der Durchführungsverordnung der EU-Richtlinie eingebunden und hat sich auch im Rahmen der Verbändeanhörung eingebracht. Besonders die neue Möglichkeit der Verbraucher in die Dokumentation der Verkäufer Einsicht zu nehmen, stellt für die DZG einen Fortschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage dar. Unterm Strich bewertet die DZG die Durchführung der EU-Verodnung in Deutschland als „ausgewogenen Kompromiss zwischen den Interessen der Betroffenen und denen des Einzelhandels und der Gastronomie.“

Allergen-Auskunftspflicht gilt nun auch für Restaurants und Kantinen
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Zöliakie Ursachen – sowohl genetische Risikofaktoren als auch Umwelteinflüsse

Laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten internationalen Kohortenstudie liegen Gründe für eine Zöliakie-Erkrankung sowohl in einer genetischen Disposition als auch in Umwelteinflüssen. So hatte mehr als ein Viertel der untersuchten Kinder, die eine Variante des Immungens HLA besaßen, bis zum 5. Lebensjahr Autoantikörper entwickelt, die auf den Beginn einer Zöliakie hinweisen. Jedoch war das Risiko für die Entwicklung der Antikörper in den unterschiedlichen an der Studie beteiligten Ländern sehr verschieden, was für einen starken Einfluss von Umweltfaktoren spricht.

So erkranken Kinder in Schweden fast doppelt so häufig wie Kinder aus den USA an Zöliakie, auch wenn sie die gleichen Risikogene tragen. Die Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sowohl die Dauer der Stillzeit als auch der Zeitpunkt eine Rolle spielt, an dem die Kinder das erste Mal mit Gluten in Kontakt kommen.

in Schweden stillen Mütter zwar ihre Kinder tendenziell länger als in den USA, sie füttern ihnen allerdings auch vergleichsweise früh Zerealien zu, die Gluten in großen Mengen enthalten. Ob hierfür der Grund liegt, dass die Zahl der Zöliakie-Erkrankungen in Schweden seit Mitte der 80er Jahre zugenommen hat, muss noch untersucht werden. In Deutschland wurden die besagten Autoantikörper zwar ein wenig häufiger als in den USA im Blut von Kindern festgestellt, die Erkrankung selbst tritt jedoch nicht häufiger auf – wobei sich diese Angaben nur auf Kinder mit den untersuchten Risiko-Genvarianten beziehen.

Mehr zu dieser Studie im „Deutschen Ärzteblatt“:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59281/Zoeliakie-Ausgepraegte-Umwelteinfluesse-bei-hohem-genetischen-Risiko

Zöliakie Ursachen – sowohl genetische Risikofaktoren als auch Umwelteinflüsse
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Erste deutsche Zöliakie-Leitlinie veröffentlicht

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hat nun erstmals eine verbindliche Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Zöliakie veröffentlicht. Die Leitlinie richtet sich in erster Linie an Mediziner und hat neben Zöliakie auch die Krankheitsbilder Weizensensitivität und Weizenallergie zum Thema. An der Entwicklung der Leitlinie waren neben Experten aus den Fachgebieten Gastroenterologie, Ernährungsmedizin und Immunologie auch Sachverständige der „Deutschen Zöliakie Gesellschaft“ (DZG) beteiligt.

Bei Zöliakie handelt es sich, so betonen die Verfasser der Leitlinie, um eine lebenslange Erkrankung, bei deren Behandlung es keine Alternative zu einer strikt glutenfreien Diät gibt. Ein Abbruch der Diät führe früher oder später zu einem erneuten Ausbruch der Erkrankung.

Hafer mit „glutenfrei“-Kennzeichnung empfohlen

Hafer sollte laut Leitlinie bei einer glutenfreien Diät aus der Ernährung nicht ausgeschlossen werden, sofern nach dem Verzehr keine Beschwerden oder Symptome auftreten. Die Mehrheit der Zöliakie-Betroffenen vertragen Studien zufolge Hafer, allerdings ist bei Hafer die Kontaminationsgefahr besonders groß. Daher empfehlen die Verfasser der Leitlinie Betroffenen ausschließlich auf „glutenfrei“ gekennzeichnete Haferflocken zurückzugreifen, die inzwischen auch in Deutschland hergestellt werden. Hintergrund der Empfehlung ist nicht zuletzt, dass Haferflocken mit ihrem hohen Gehalt an Faserstoffen und B-Vitaminen sehr gesund sind und zudem eine glutenfreie Diät geschmacklich und in Hinblick auf die Variationsmöglichkeiten verbessern.

Anstieg der Zöliakie-Erkrankungen

Neben einen deutlichen Anstieg der Zöliakie-Fälle durch eine verbesserte Diagnostik, gehen die Verfasser der Leitlinie auch von einer Zunahme der „absoluten Erkrankungsfälle“ aus. Hintergrund dieses Anstiegs sind laut Leitlinie vor allem veränderte Ernährungsgewohnheiten und psychosoziale Faktoren.
 

Link zur vollständigen Leitlinie der DGVS

 

Erste deutsche Zöliakie-Leitlinie veröffentlicht
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Welt-Zöliakie-Tag 2014: DZG lädt zur Aktionswoche

Welt-Zölaikie-Tag DZG LogoAnlässlich des Welt-Zöliakie-Tags am 16. Mai 2014 lädt die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) zu einer Aktionswoche ein. In der Woche von 10. bis zum 18. Mai finden daher bundesweit zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Zöliakie statt. Das Motto dieses Jahr lautet: „Aktiv glutenfrei!“.

Als Teil der Aktionswoche steht bundesweit Betroffenen und Interessiertem von 14. bis 16. Mai zwischen 17:00 bis 19:00 Uhr eine Experten-Hotline zur Verfügung. Experten aus den Bereichen Medizin und Ernährung klären hier offene Fragen zum Thema Zöliakie. Die Rufnummern sind:

Medizin: 071145 99 8130 / 07145 99 8132
Ernährung: 0711 45 99 8131

Auf der Website der DZG finden Sie ausführliche Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen der diesjährigen WZT-Aktionswoche sowie die Anmeldeformulare für die einzelnen Events. Wer an einer der regionalen Veranstaltungen teilnehmen möchte, dem steht die Möglichkeit offen, über die Rufnummer 01806 311153 mit dem Stichwort „Deutsche Zöliakie“ ein ermäßigtes Veranstaltungsticket bei der Deutschen Bahn zu bestellen (Hin- und Rückfahrt in ganz Deutschland: 2. Klasse: 99 €, 1. Klasse: 159 €). Halten Sie beim Anruf bitte Ihre Kreditkarteninformationen bereit.

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DZG stellt klar: Glutenfreie Ernährung keine Modeerscheinung

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor der Darstellung von glutenfreier Ernährung als bloßen Diät- und Modetrend. Hintergrund sind die in jüngster Zeit sich häufenden Presseartikel, in denen unter Anderem die vermehrte „Glutenfrei“-Kennzeichnung von Produkten als reine „Geldmacherei“ abgetan wird. Die DZG ist ein gemeinnütziger Verein, der als Solidargemeinschaft Zöliakie-Betroffene seit 40 Jahren im Umgang mit ihrer Erkrankung und bei der Umsetzung einer glutenfreien Ernährung im Alltag unterstützt.

Um der einseitigen Berichterstattung der vergangenen Monate entgegenzutreten, stellt der DZG Vorsitzende Dan Kühnau klar: „Speziell hergestellte glutenfreie Produkte dienen nicht der Gewichtsreduktion, sondern sind wichtiger Baustein in einer lebenslangen glutenfreien Ernährung.“ Die wachsende glutenfreie Produktpalette wäre zudem Indiz dafür, dass nun auch die großen Lebensmittelkonzerne zunehmend die Belange der Zöliakie-Betroffenen berücksichtigen würden.

Bei Kühnau selbst wurde bereits als Kleinkind Zöliakie diagnostiziert und er ernährt sich daher seit seinem ersten Lebensjahr strikt glutenfrei. In einem im Rahmen der „Free-From Food“-Lebensmittelmesse im März 2013 geführtem Interview gibt er freimütig zu, dass der unleugbare Trend zur glutenfreien Diät als Lifestyle für Zöliakie-Betroffene durchaus auch Vorteile in sich birgt. So würde die öffentliche Aufmerksamkeit für die Glutenproblematik insgesamt geschärft und mit der Zunahme von glutenfreien Produkten in den Supermarktregalen, die Preise für diese hoffentlich auch langfristig sinken. Gleichzeitig sieht er in seinem damaligen Interview auch, wo die Schattenseite des derzeitigen „glutenfrei“-Booms liegt – und zwar in der Relativierung einer ernsten mit vielen Entbehrungen und auch Leid verbundenen Erkrankung – eine Befürchtung, die sich durch die die mediale Berichterstattung in jüngster Zeit zum Thema „glutenfreie Ernährung“ bestätigt hat.

Im damaligen Interview hält er diesbezüglich fest: „Wir (die Zöliakie-Betroffenen) müssen eine strenge glutenfreie Diät 24/7 halten, und was darauf hindeutet, wir könnten wählen, wann wir glutenfrei essen, ist gefährlich verwirrend.“

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Aktuelle GFK-Studie: Glutenunverträglichkeit deutlich bekannter als vor einem Jahr

In einer aktuellen Umfrage der GFK sind deutlich mehr Befragte mit den Begriffen Zöliakie, Gluten, Glutenunverträglichkeit und Gluten Sensitivity vertraut als noch im letzten Jahr. Zudem vermuten immer mehr Menschen bei Symptomen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen eine Glutenunverträglichkeit als Ursache. Die repräsentative Studie wurde mit 955 Teilnehmern durch das Marktforschungsinstitut GFK in Zusammenarbeit mit Dr. Schär, dem weltweit führenden Hersteller glutenfreier Lebensmittel, durchgeführt.

2013 konnten bereits 61,1% der Befragten mit den Begriffen Zöliakie, Gluten, Glutenunverträglichkeit oder Gluten Sensitivity etwas anfangen, 2012 waren dies nur 43%. Die am weitesten verbreitetsten Begriffe sind dabei Glutenunverträglichkeit (47,8%) und Gluten (42,7%). Zudem steigt die Anzahl der Menschen, die Gluten als mögliche Ursache für ihre Symptomatik in Betracht ziehen – bei Durchfall von 10,3% auf 17,7%, bei Blähungen von 10,5% auf 17,0% und für Bauchschmerzen von 9,4% auf 18,3%.

Kenntnisse in Bezug auf Glutenunverträglichkeit haben die befragten Personen hauptsächlich durch Verwandte und Freunde (41,1%) oder durch Magazine und Zeitungen (39,9%). Diese Zahlen machen deutlich, dass das Bewusstsein für das Thema Glutenunverträglichkeit in der Gesellschaft und den Medien steigt.

Dabei ist das Wissen nicht nur oberflächlich. So wussten mehr als die Hälfte der Befragten, denen der Begriff „Gluten“ bereits bekannt war, dass es sich dabei um ein Eiweiß in Getreidesorten wie Weizen oder Roggen handelt. 30% kannten das Krankheitsbild der Gluten Sensitivity. Dass Gluten auch eine „Zöliakie“ auslösen kann, wussten immerhin noch 18,6%  der Befragten. Die Weizenallergie ist mit 37,1% in Zusammenhang mit Gluten mit Abstand am bekanntesten.

Trotz dieser vergleichsweise guten Informiertheit über Erkrankungen in Verbindung mit Gluten reden nur die wenigsten mit einem Arzt über dieses Thema. So gaben nur 4% der Befragten an, diesbezüglich schon einmal ärztlichen Rat eingeholt zu haben. Vielen Betroffenen ist dabei offenbar nicht bewusst, dass nur ein Arzt eine sichere Diagnose stellen kann. So muss beispielsweise, um eine Gluten Sensitivity zu diagnostizieren, zuerst eine Zöliakie oder Weizenallergie ausgeschlossen werden, da hier eindeutige Krankheitsmarker fehlen. Schätzungen zufolge sind etwa 5% der Bevölkerung von einer Gluten Sensitivity betroffen.

 

Infografik Bekanntheit Glutenunverträglichkeit

1. GFK-Studie 2012, 2. GFK-Studie 2013

Aktuelle GFK-Studie: Glutenunverträglichkeit deutlich bekannter als vor einem Jahr
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Fachjournal „Nutrients“ veröffentlicht erste Richtlinien zum Thema „Non Celiac Gluten Sensitivity“

Nach einer internationalen Experten-Konferenz zum Thema „Non Celiac Gluten Sensitivity“, die bereits im Dezember 2012 in München stattfand, hat jetzt das Fachjournal „Nutrients“ neue wissenschaftliche Erkenntnisse und erste Richtlinien zur Erkrankung Glutensensitivität veröffentlicht. Hier finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Glutensensitivität scheint nun endgültig als eigenständige Erkrankung anerkannt: „Die Wissenschaft hat keine Zweifel an der Existenz von NCGS“, sagt Professor Carolo Catassi von der Universität Politecnica delle Marche in Ancona. Da spezifische Biomarker fehlen, muss bei entsprechenden Anhaltspunkten auf NCGS in jedem Fall eine Ausschlussdiagnose zur „Zöliakie“ und „Weizenallergie“ gestellt werden.
  • Glutensensitivität betrifft vor allem Frauen – am häufigsten zwischen dem 25 und 45 Lebensjahr.
  • Die Symptome reichen von Magenproblemen wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung über Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen und Taubheitsgefühl in den Extremitäten bis hin zu Dermatitis (Ekzemen oder Hautausschlag), Depressionen und Anämie.
  • Deutliche Überschneidungen mit dem Reizdarmsyndrom: In Italien sind etwa 16 bis 25 Prozent der Bevölkerung von einem Reizdarmsyndrom betroffen. 28  bis 30 Prozent davon reagieren positiv auf eine glutenfreie Diät, sodass hier eine Glutensensitivität ursächlich sein könnte.
  • Das Protein ATI (Amylase-Trypsin-Inhibitoren), welches zusammen mit Gluten auftritt, ist als Auslöser der Erkrankung im Verdacht. Da es ernährungsphysiologisch wertvoll und zudem ein Insektenabwehrstoff ist, wurden viele Getreidesorten auf einen möglichst hohen Gehalt dieses Proteins hochgezüchtet. ATI gilt ebenfalls als Auslöser der Weizenallergie.
  • Lebenslange glutenfreie Ernährung ist bei Glutensensitivität in vielen Fällen nicht notwendig: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Toleranzschwelle gegenüber Gluten bei NCGS sehr unterschiedlich sein kann und von Fall zu Fall betrachtet werden muss“, sagt Dr. Elli Luca, Leiterin der gastroenterologischen Abteilung am Cá Granda Hospital in Mailand.

Unter diesem Link stehen Ihnen die wissenschaftlichen Artikel, die die Grundlage des „Nutrients“-Berichts bilden, kostenlos zum Download zur Verfügung: http://www.mdpi.com/2072-6643/5/10/3839

Fachjournal „Nutrients“ veröffentlicht erste Richtlinien zum Thema „Non Celiac Gluten Sensitivity“
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Erfahrungsbericht – Glutenfrei Bergwandern: Was es bei Hüttentouren zu beachten gibt

Bei Hüttentouren gibt es Zöliakie-Betroffene einiges zu beachten. Aber mit ein wenig Vorbereitung lassen sich auch diese Probleme meistern.

Bei Hüttentouren gibt es Zöliakie-Betroffene so einiges zu beachten. Aber mit ein wenig Vorbereitung lassen sich auch diese Probleme meistern.

Wandern in den Bergen lässt einen mal richtig eine Auszeit aus dem Alltag nehmen, man kann ganz einfach Stadt und Lärm hinter sich lassen, Natur und frische Luft genießen. Am schönsten ist es, wenn man dann auch noch eine oder mehrere Nächte auf Hütten bleiben kann, um einfach noch mehr herauszukommen bzw. einzutauchen. Dann möchte man natürlich auch auf Hütten essen und das kann gerade bei Glutenunverträglichkeit zu Problemen führen: Sehr oft werden dort Speisen aus hauptsächlich Kohlehydraten angeboten, die gern auf Weizen oder anderem glutenhaltigen Getreide basieren, wie Brot(zeit), Kaiserschmarrn, Nudeln, Käsespätzle, Semmelknödel, Kuchen usw.

Meine Empfehlungen, wie man trotzdem für eine bekömmliche Verpflegung sorgen kann:

Die Hütte vorher per Telefon oder Email kontaktieren und klären, ob eine glutenfreie Mahlzeit möglich ist – oft ist es sehr überraschend, mit welchen kreativen Alternativen die Hüttenwirte aufwarten. Sie können dann planen und auch alternativ einkaufen. Dies kann etwa nützlich sein, wenn es feste Menüs gibt, man also nicht von der Karte bestellen kann.

Wir haben damit vor allem im Ausland sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn vom Hüttenwirt nachgefragt wird, was Glutenunverträglichkeit denn genau sei, ist es hilfreich, gleich eine einfache Erklärung parat zu haben – mit Beispielen, was man nicht essen kann und was man essen kann: z.b. Gerichte aus Kartoffeln oder Polenta aus Mais sind häufig im Repertoire.

Auch extra für Suppen, Salatsoßen oder Soßen (wegen Soßenbinder) oder Fleisch (Panade) nachfragen, da oft nicht bewusst ist, dass dort glutenhaltige Zutaten verwendet werden oder enthalten sind.

Beim Frühstück wird es oft knifflig: Manchmal gibt es Haferflocken, aber die verträgt ja auch nicht jeder. Am besten selbst alternatives Brot einpacken, da gibt es ja auch leichte Varianten wie Reiswaffeln etc. Auch Buchweizen wird in einigen Gegenden gerne als Mehl genutzt, eventuell werden einem Pfannkuchen, Kuchen oder Brot daraus gebacken, wenn man vorher anfragt. Den Rest des servierten Frühstücks kann man dann ja häufig nutzen, wie Marmelade, Konfitüre oder den beliebten Hartkäse.

Immer einen Vorrat an Nüssen bzw. glutenfreien Snacks im Gepäck haben als Reserve. Sich nicht scheuen, eigene Vorschläge auf der Hütte vorzubringen, z.b. blanke Kartoffeln mit Butter, Kräutern und Salz sind fast immer möglich oder heißes Wasser für selbst mitgebrachte Instantgerichte.In manchen Hütten kann man auch selbst kochen, einfach vorher anfragen – dann kann man auch eigenes Essen zum Kochen im Gepäck mittragen.

Der Erfahrungsschatz der Autorin stammt aus einem gemeinsamen Bergwander-Urlaub mit ihrer von Zöliakie betroffenen Freundin in den Alpen.

Tipp zum Thema: Die von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft herausgegebene „Bitte an den Koch“, die natürlich auch Hüttenwirten überreicht werden kann, gibt es hier in vielen unterschiedlichen Sprachen zum kostenlosen Download. Mitglieder der Deutschen Zöliakie Gesellschaft erhalten die „Bitte an den Koch“ im praktischen Scheckkartenformat und viele weitere nützliche Reiseinfos als Teil eines umfangreichen Informationspakets bei Vereinseintritt zugeschickt.

Auf dieser Website finden Sie zudem eine ausführliche Liste glutenfreier Produkte.

 

 

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Gastbeitrag: Zöliakie Austausch – die größte deutschsprachige Facebook-Gruppe zum Thema Zöliakie

zoeliakie-austausch2011 gründeten Jürgen und Patrizia Schmidtlein die Facebook-Community „Zöliakie-Austausch“. Inzwischen hat diese Gruppe über 1500 Mitglieder und ist damit die größte Facebook-Gruppe für Zöliakie-Betroffene im deutschsprachigen Raum. Mitglieder können hier nicht nur Fragen zu den Themen Zöliakie und glutenfreie Ernährung stellen, sondern auch vom Austausch glutenfreier Rezepte, einer glutenfreien Restaurant-Liste, Gewinnspielen, realen Treffen und vielem mehr profitieren.

von Jürgen Schmidtlein

„Sie sind doch eine kluge Frau …. gehen Sie ins Internet und suchen Sie nach dem Begriff „Zöliakie“. Da finden Sie dann auch Informationen was Sie ab jetzt essen dürfen. Ernähren Sie sich zwei Wochen glutenfrei, dann sehen wir uns wieder.“

Mit diesen Worten verließ Patrizia Schmidtlein im März 2008 die Praxis Ihres Internisten.

Die Diagnose war also Zöliakie und der Leidensweg war endlich vorbei. 7 Jahre lang hatte sie mit starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Wirbelblockaden und Gewichtsverlust zu kämpfen. Kein Arzt erkannte die Ursache, obwohl sie mehrfach bei diversen Ärzten nachfragte, ob das Zöliakie sein könnte, weil ihre Mutter ebenfalls betroffen war. Darauf erhielt sie immer die gleiche Antwort: „Nein, das kann nicht sein, dazu müssten Sie klein und sehr dünn sein und Durchfall haben“. Die gestellten Diagnosen gingen von Stress über Reflux bis hin zu Wirbelblockaden als Auslöser für die Schmerzen. Trotz zweimaliger Magenspiegelungen kam keiner auf die Idee auch eine Dünndarmbiopsie durchzuführen, obwohl ihre Mutter seit ihrer Kindheit unter Zöliakie litt.

Von Magentabletten bis zu Psychopharmaka reichten die verschriebenen Medikamente. Selbst ein Notarzt, der an einem besonders schlimmen Abend gerufen wurde, konnte nicht weiterhelfen. Eine Nacht in der Klinik mit einem Schwangerschaftstest (obwohl sie von jahrelanger Übelkeit sprach) und ein Ultraschall führten ebenfalls zu keinem Ergebnis.

Bei den ersten Hamstereinkäufen nach der Diagnose wurden alle Produkte von namhaften Herstellern gekauft, die mit dem „glutenfrei Zeichen“ gekennzeichnet waren. So entstand ein teures Lager in der Küche. Sehr hilfreich waren anfangs die Selbsthilfeforen im Internet, welche viele nützliche Tipps geben und den Einstieg in die glutenfreie Ernährung erleichtern.Auch die Infos der DZG (Deutsche Zöliakie Gesellschaft – www-dzg-online.de) unterstützen einen mit lokalen Selbsthilfegruppen, Flyern und Büchern.

Bis Mai 2011 kannten wir dann einige „Zölis“ und Patrizia gründete die Facebook Gruppe „Zöliakie Austausch“ um sich mit den wenigen Bekannten, die sich auch glutenfrei ernähren mussten, über das soziale Netzwerk auszutauschen. Da mittlerweile Facebook auch für uns zum Alltag gehörte, war es einfacher, mal schnell in der Facebook-Gruppe Nachrichten und Tipps auszutauschen, als den Weg über E-Mails oder Foren zu gehen.

2011 fand auch der Weltzöliakietag (WZT) in unserer Heimatstadt Nürnberg statt. Bei der alle zwei Jahre von der DZG durchgeführten größten Veranstaltung zum Thema Zöliakie in Deutschland, präsentieren sich alle großen Hersteller von glutenfreien Produkten. Neben vielen Produktproben gibt es auch einen persönlichen Austausch unter den Teilnehmern .

Innerhalb der ersten 6 Monate wuchs unsere FB-Gruppe auf 100 Mitglieder. Die Freude war groß, dass es „so viele“ Menschen gibt, die sich zum Thema Zöliakie austauschen wollen.

Im Jahr 2012 stieg die Mitgliederzahl stark an. Viele Fotos von tollen selbst gebackenen glutenfreien Kuchen, Torten und vielen weiteren Gerichten führten dazu, dass eine Datei mit eigenen und erprobten glutenfreien Rezepte in dem vorhandenen Dateibereich erstellt wurde. Dazu kam dann auch eine Liste mit Restaurants, bei denen man sicher glutenfrei essen kann.

Neben Dokumenten wie man sicher glutenfrei einkauft, gibt es z.B. auch praxisorientierte Hilfestellungen für Betroffene zum Weitergeben im Kindergarten. Zusätzlich ist auch einer PLZ-Liste vorhanden, in welche man sich eintragen kann, um regionale Treffen zu organisieren oder jemanden zu finden, mit dem man sich persönlich vor Ort austauschen kann.

Damit schließt sich der Kreis zwischen Online- und Offline-Welt – die soziale Internet-Plattform Facebook ermöglicht den persönlichen Austausch vor Ort.

Im Mai 2013 wurde die Zahl von 1.000 Mitglieder überschritten. Für uns ein tolles Ergebnis, passend zum Weltzöliakietag in Hannover, den wir in diesem Monat besuchten. Die eigens erstellten „I love Zöliakie Austausch“ T-Shirts führten bei vielen Anwesenden dazu, dass sie uns erkannten, ansprachen und uns zur unserer Gruppe beglückwünschten. In Hannover hatten wir an zwei Abenden auch die Möglichkeit einige Mitglieder aus unserer Gruppe persönlich zu treffen. Es waren zwei sehr schöne Abende.

Von Mai bis August 2013 kamen nochmals 500 Mitglieder hinzu, sodass die Gruppe mittlerweile knapp über 1500 Mitglieder hat. Hier bestätigt sich dann auch das Motto der Gruppe „Wir sind viele“ und es werden immer mehr, für die wir eine Anlaufstelle für Fragen rund um Zöliakie bei Facebook sein wollen.

Durch die große Anzahl an Mitgliedern sind wir auch für Hersteller von glutenfreien Produkten, Buchverlagen und Onlineshops eine interessante Plattform und haben deshalb immer wieder die Möglichkeit Gewinnspiele und Aktionen durchzuführen, bei denen man Produkte rund um Zöliakie und das glutenfreie Leben gewinnen kann.

Am 3. Oktober 2013 findet nun das erste große „Offline Treffen“ von Gruppenmitgliedern in Köln statt. Organisiert durch Gruppenmitglieder und unterstützt von einem glutenfreien Onlineshop aus Köln, der neue Produkte zum Probieren mitbringt.

Wenn Sie Interesse haben, besuchen Sie uns doch in unserer Facebook-Gruppe und markieren unsere Facebook-Fanpage, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Bis zum 22. September läuft noch eine Aktion, bei der es mit dem in der Gruppe erhältlichen Rabattcode 20% auf alle Einkäufe im Glutyfreeshop gibt. Sollten bis zum Ende der Aktion 200 Neukunden generiert werden, bleibt der Rabatt für Mitglieder dauerhaft erhalten.

Jürgen Schmidtlein ist Mitbegründer der Facebook-Gruppe „Zöliakie Austausch“

Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/183802998338199/
Fanpage: https://www.facebook.com/pages/Z%C3%B6liakie-Austausch/536257683077783
Website mit vielen Rezepten für alle Besucher: www.zoeliakie-austausch.de

 

Gastbeitrag: Zöliakie Austausch – die größte deutschsprachige Facebook-Gruppe zum Thema Zöliakie
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Gastroenterologen schätzen Häufigkeit von Zöliakie zu niedrig ein

Gastroenterologen (Fachärzte für den Magen-Darm-Trakt) unterschätzen offenbar die Krankheitshäufigkeit von Zöliakie systematisch. Das hat eine Umfrage der Dr. Schär-Institute ergeben.

Prävalenzstudien (Studien zur Krankheitshäufigkeit) besagen, dass zwischen 0,5 % und 1 % der deutschen Bevölkerung von Zöliakie betroffen sind. Doch tatsächlich diagnostiziert werden weit weniger Fälle als diese Werte nahelegen.

Obwohl Gastroenterologen mit am häufigsten mit Glutenunverträglichkeit in Berührung kommen – 40 % der Klinikärzte und ein Drittel der Praxisärzte gaben in der Studie an, mindestens einmal pro Woche mit Zöliakie konfrontiert zu sein – wird die Prävalenz von ihnen offenbar systematisch unterschätzt. So gingen über die Hälfte der in der Studie Befragten von einer Krankheitshäufigkeit von 0,2 % oder 0,1 % aus.

Trotz dieser offensichtlichen Fehleinschätzung fühlt sich dabei die große Mehrheit der Gastroenterologen offenbar gut bis sehr gut informiert. So gaben 60 Prozent der Befragten in der Studie an, über Zöliakie „sehr gut informiert“ zu sein und auch bei unspezifischen Symptomen eine Untersuchung auf eine latent vorliegende Zöliakie einzuleiten. Etwa ein Viertel der Befragten fühlt sich noch „gut informiert“ und gibt an, die Symptomatik zu kennen. Weitere 15 Prozent hielten sich für „ganz gut informiert“, lesen aber wenn notwendig noch einmal aktuelle Informationen nach.

Hier finden Sie die Original-Pressemitteilung der Dr. Schär Institute.

Gastroenterologen schätzen Häufigkeit von Zöliakie zu niedrig ein
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DZG gibt Tipps für glutenfreien Urlaub

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern hat die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) einige hilfreiche Ratschläge für glutenfreies Reisen zusammengestellt. Denn Zöliakie-Betroffene und ihre Familien werden durch einen Urlaub vor besondere Herausforderungen gestellt. Hier die Tipps der DZG im Überblick:

  • Schon bei Auswahl und Buchung des Hotels sollte geklärt werden, ob vor Ort glutenfreie Speisen angeboten werden. Auch sollte man sich über die Einkaufmöglichkeiten am Urlaubsziel erkundigen.
  • Bereits bei der Buchung des Flugs sollte glutenfreie Verpflegung bestellt werden. Die DZG bietet ein PDF an, in dem die glutenfreien Angebote der einzelnen Fluggesellschaften aufgelistet sind.
  • Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man eigene glutenfreie Lebensmittel für die ersten Tage mitnehmen.
  • Dabei muss man allerdings die Einfuhrbeschränkungen, Mengenbegrenzungen und Deklarationsbestimmungen der einzelnen Länder beachten. Hier können Reisebüros Auskunft geben. Innerhalb der EU sowie nach Liechtenstein, Andorra, Norwegen, San Marino und die Schweiz können Lebensmittel ohne Einschränkungen mitgenommen werden. Nur unter bestimmten Umständen – wie beim Ausbruch von Tierseuchen – gelten Sonderregeln.
  • Ein ärztliches Attest kann die Einfuhr glutenfreier Produkte in Nicht-EU-Länder erleichtern.
  • Es ist auch hilfreich, sich in Foren (z. B. www.zoeliakie-treff.de) oder in sozialen Medien über Erfahrungen und Empfehlungen anderer Zöliakie-Betroffener in Bezug auf das jeweilige Urlaubsziel zu informieren.

Eine Deutschlandkarte glutenfreier Restaurants und Hotels finden Sie auf dieser Website. Zudem können im Mitgliederbereich der DZG-Homepage Infokarten unter der Überschrift „Bitte an den Koch“ für 120 Länder heruntergeladen werden. Durch diese kann der Koch in der jeweiligen Landessprache informiert werden, welche Zutaten und Lebensmittel von Zöliakie-Betroffenen gemieden werden müssen.

DZG gibt Tipps für glutenfreien Urlaub
4.2 (84%) 5 Votes

Enzym-Forschung macht Hoffnung

Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich haben eine Technik entwickelt, mit der Enzyme im Magen-Darm-Trakt eine viel längere Zeit aktiv bleiben. Damit könnten zukünftig Zöliakie und andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten behandelt werden.

In der Juni Ausgabe von „Nature Chemistry“ präsentieren die Forscher eine vielversprechende neue Methode, mit der therapeutische Enzyme im Verdauungstrakt vor der Zerstörung geschützt und wirksam stabilisiert werden können. Dazu koppelten die Forscher Polymere an Enzyme und zeigten erstmalig an lebendigen Organismen, dass dadurch Enzyme im Magen und auch im Dünndarm viel länger aktiv bleiben können.

Die Idee, Menschen, die bestimmte Nahrungsbestandteile nicht vertragen, durch die Gabe bestimmter Enzyme zu unterstützen, ist alt. Bisher scheiterten Enzym-Therapieversuche aber in der Regel an den spezifischen Bedingungen im Verdauungsapparat. Denn dieser ist darauf ausgelegt, alle Eiweiße effektiv in ihre Bestandteile aufzuspalten – auch wenn es sich um hilfreiche Enzyme handelt. Daher sind normale Enzyme im Verdauungstrakt innerhalb von wenigen Minuten inaktiv und damit unbrauchbar.

Mit der neuen Methode können jetzt Enzyme durch den Schutz von Polymeren bis zu drei Stunden stabilisiert werden. Das verwendete Polymer zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass es besonders gut an der Magen- bzw. Dünndarm-Schleimhaut anhaftet. Damit verbleiben die Enzyme auch länger am gewünschten Einsatzort.

In Zukunft Einsatz bei Zöliakie denkbar

Auch wenn es sich bei den bisher nur im Tierversuch durchgeführten Experimenten um Grundlagenforschung handelt und eine Marktreife eines entsprechenden Medikaments noch in weiter Ferne liegt, sind nach Meinung der Forscher die ersten Forschungsergebnisse vielversprechend. Eine zukünftige Einsatzmöglichkeit für die therapeutischen Enzyme sehen die Forscher in der Behandlung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, insbesondere von Zöliakie, für die es bisher keine Behandlungsmöglichkeit gibt. So könnten in Zukunft die durch den Polymer-Schutz stabilisierten therapeutischen Enzyme das in der Nahrung enthaltene Gluten in unproblematische Bestandteile zerlegen, bevor es seine schädliche Wirkung entfaltet.

Enzym-Forschung macht Hoffnung
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Österreichischer Pfarrer verteilt glutenfreie Hostien an Gläubige

Salzburg: Damit auch Menschen mit Zöliakie-Erkrankung an der Messe teilnehmen und Hostien essen können, hat nun eine Pfarrei in Oberalm bei Salzburg in Österreich auf glutenfreie Hostien umgestellt. Denn schon eine dünne Hostie aus Weizenmehl kann bei Zöliakie-Patienten schlimme Beschwerden auslösen.

Dem zuständigen Pfarrer, Gidi Außerhofer, war aufgefallen, dass eine Frau, die regelmäßig die Kommunion besuchte, es auf einmal nicht mehr tat. Darauf angesprochen gab die Frau an, dass sie unter Zöliakie leide und daher die Hostien aus Weizenmehl meiden müsse.

Die Pfarrei reagierte und stellte auf glutenfreie Hostien um. Dafür kontaktierte Gidi Außerhofer eine spezialisierte Bäckerei in Bregenz, die nun die glutenfreien Hostien liefert. Wie sich inzwischen herausstellte, gibt es allein unter den Oberalmer Kirchgängern vier Zöliakie-Betroffene, darunter auch ein Erstkommunionskind.

Durch unsere glutenfreie Lebensmittel Liste können Sie erfahren, in welchen Produkten garantiert kein Gluten enthalten ist.

Österreichischer Pfarrer verteilt glutenfreie Hostien an Gläubige
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Süßungsmittel Stevia – Zuckersüß auch ohne Kalorien

Um das Süßungsmittel zu gewinnen, das sogenannte Steviol aus den Blättern der Pflanze gelöst.

Um das Süßungsmittel zu gewinnen, wird das sogenannte Steviol aus den Blättern der Pflanze gelöst.

Viele Jahre war Stevia in Deutschland als Süßungsmittel verboten. Doch im Dezember 2011 änderte sich dieser Umstand, es erfolgte die Zulassung als neuer Süßstoff. Der Grund für eine späte Zulassung waren die fehlenden Studien, die eine Unbedenklichkeit beim Verzehr bescheinigten. Dennoch wird noch immer empfohlen, täglich nicht mehr als vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen.

Dabei wird der natürliche Süßstoff aus der Pflanze „Stevia Rebaudiana“ gewonnen, die im Ursprung aus Südamerika entstammt. In China hingegen wird die Pflanze, aufgrund der hohen Nachfrage, bereits in großen Mengen angebaut. Mittels eines chemischen Prozesses wird der Süßstoff, der in allen Lebensmitteln seine Verwendung finden kann, aus der Pflanze herausgelöst, so dass ein weißes, gereinigtes Pulver übrig bleibt. Die Industrie betitelt das Pulver als Lebensmittel-Zusatzstoff E960. Vielfach ist auch die Bezeichnung „Stevioglykosid“ in den Inhaltslisten zu finden.

Der Vorteil an Stevia ist die 300mal höhere Süßkraft als herkömmlicher Zucker. Durch den Einsatz der hoch konzentrierten Süßfähigkeit lässt sich bereits eine Vielzahl an Kalorien einsparen. Ebenfalls verursacht dieser Zuckerersatzstoff keine Karies, so dass ein ganz entscheidender Beitrag zur Zahngesundheit geleistet wird. Darüber hinaus wird dem Süßmittel eine blutdruck- sowie Blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt. Grundsätzlich ist Stevia wasserlöslich sowie koch- und backfest.

Wer mit Stevia süßen möchte, kann einerseits auf die Streusüße oder kleine, gepresste Tabletten zurückgreifen. Diese eignen sich beispielsweise sehr gut für Getränke oder Süßspeisen. Wer es jedoch lieber natürlich mag, kann auch mit getrockneten oder frischen Blättern der Stevia-Pflanze experimentieren und interessante Rezepte ausprobieren. Gerade im Frühjahr ist die Stevia-Pflanze in Gärtnereien oder im Gartencenter erhältlich. Das Stevia-Konzentrat lässt sich dann verhältnismäßig einfach selber herstellen. Allerdings sollte beachtet werden, dass Stevia nicht über das Volumen wie Zucker und ebenfalls nicht über die karamellisierenden Eigenschaften verfügt. Mittlerweile sind jedoch erste Kochbücher auf dem Markt erschienen, in denen leckere Rezepte mit Stevia enthalten sind. Im Stevia Shop von Bunds-Naturwelten gibt es viele weitere Informationen zum Thema Stevia.

Süßungsmittel Stevia – Zuckersüß auch ohne Kalorien
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Glutenhaltige Babynahrung im Verdacht Zöliakie-Risiko zu erhöhen

Heutzutage geht man davon aus, dass die Glutenunverträglichkeit Zöliakie größtenteils erblich bedingt ist. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass auch die Ernährung eine Rolle spielt. Im Verdacht steht vor allem glutenhaltige Babynahrung in den ersten Lebensmonaten.

Der Verdacht, dass glutenhaltige Babynahrung das Zöliakie-Risiko erhöhen kann, stammt aus Schweden. Dort hatten Mitte 80er Jahre die Zöliakie-Erkrankungen auf einen Schlag dramatisch zugenommen. In wenigen Jahren vervierfachte sich die Zahl der Zöliakie-Fälle bei Kindern im Alter von 0 bis 2 Jahren. Vorausgegangen war eine Änderung der nationalen Empfehlung für Säuglingsernährung. Statt wie bisher glutenhaltige Kost erst mit dem sechsten Lebensmonat zu empfehlen, wurde die Empfehlung diesbezüglich 1982 auf den vierten Lebensmonat abgesenkt. Zudem stillten in Schweden viele Mütter zu dieser Zeit bereits mit dem sechsten Lebensmonat ab. Auch verdoppelte sich der Glutengehalt der in Schweden erhältlichen Folgemilch im Verlauf der frühen 80er Jahre.

Die Folge war,  dass viele Säuglinge bei ihrem Erstkontakt mit Gluten nicht mehr gestillt wurden und ihr empfindliches Immunsystem auf einen Schlag großen Mengen Gluten ausgesetzt war. Wissenschaftler vermuten hier die Ursache für den dramatischen Anstieg der Zöliakie-Erkrankungen unter Kindern. Nachdem 1996 die nationale Empfehlung erneut geändert wurde – es wurde nun empfohlen, Säuglinge ab dem vierten Lebensmonat nur noch mit geringen Mengen glutenhaltiger Beikost zu füttern –  gingen im Folgezeitraum die Zöliakie-Fälle im Vergleich zum Ausgangszeitpunkt der Epidemie Mitte der 80er Jahre deutlich zurück.

DGE: nur kleine Mengen glutenhaltiges Getreide bei Beginn der Beikost

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, noch während des Stillens glutenhaltiger Nahrungsmittel, allerdings nur in kleinen Mengen, beizufüttern. Allgemein sollte mit der Einführung der Beikost frühestens mit Beginn des fünften Monats und spätestens zu Beginn des siebten Monats angefangen werden. Die Stillzeit sollte dabei mindestens das komplette erste Lebenshalbjahr umfassen, eine längere Stillzeit wird empfohlen und es gibt unter gesundheitlichen Aspekten keine Obergrenze für die Dauer der Stillzeit. Wem es nicht möglich ist zu stillen, der sollte auf industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung auszuweichen – von anderen Substituten wie Schafs-, Stuten oder Kuhmilch wird abgeraten.

Laut DGE kann die Einhaltung des Ernährungsplans, bei dem noch während der Stillzeit kleine Mengen glutenhaltiges Getreide beigefüttert werden, das Zöliakie-Risiko um 50 % senken. Allgemein lauten die Empfehlungen der DLG für die Beikost wie folgt:

  • 5. bis 7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (hier können hin und wieder kleine Mengen glutenhaltiger Nudeln bzw. andere Getreideprodukte (vorzugsweise aus Weizen) beigegeben werden). Anstelle von Fleisch kann auch mal fettreicher Fisch verwendet werden.
  • 6. bis 8. Monat: Milch-Getreide-Brei
  • 7. bis 9. Monat: Getreide-Obst-Brei

Auf Zusatz von Salz oder Aromen sollte generell verzichtet werden. Zudem sollte die Beikost nicht zu süß schmecken.

Glutenhaltige Babynahrung im Verdacht Zöliakie-Risiko zu erhöhen
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Glutensensitivität – das rätselhafte Leiden

Während andere glutenassoziierte Erkrankungen wie Weizenallergie und Zöliakie vergleichsweise gut erforscht sind, ist die Glutensensitivität (kurz: GS) für die Medizin noch weitestgehend eine Terra incognita. Und das, obwohl mehr Menschen darunter leiden, als unter den beiden vorher genannten Erkrankungen: schätzungsweise etwa 6 Prozent der Gesamtbevölkerung – zum Vergleich, von einer Zöliakie sind nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung betroffen.

Ein Problem bei der Diagnose einer Glutensensitivität ist, dass typische Marker fehlen, die etwa bei einer Zöliakie vorhanden sind. So kann die Erkrankung bislang nur mithilfe einer Ausschlussdiagnose gestellt werden. Allein, was eine Glutensensitivität nicht ist, scheint geklärt: Es handelt sich weder um eine Autoimmunerkrankung, was die Zöliakie primär ist, noch um eine allergische Reaktion wie bei einer Weizenallergie. Vermutet wird vielmehr ein immunologischer Mechanismus, der aus einer Störung der angeborenen Immunreaktion auf Gluten resultiert. Dabei stehen vor allem bestimmte Substanzen im Weizen unter Verdacht, sogenannte Amylase-Trypsin-Inhibitoren, aus denen Gluten etwa zu drei bis vier Prozent besteht, die Reaktionen auszulösen.

Symptomatik Glutensensitivität

Die Symptome einer Glutensensitivität sind sehr unterschiedlich und überlappen sich mit zahlreichen anderen Erkrankungen. Sie reichen von Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung und Durchfall über Erschöpfungssymptome, Kopfschmerzen, Lethargie und Depressionen bis hin zu Hautausschlägen. Da ein Großteil der Symptome auch typisch für eine Zöliakie ist, sollte bei Verdacht ein Antikörper-Test durchgeführt werden. Ist der Befund positiv, lässt sich eine Zöliakie durch eine Dünndarm-Biopsie zweifelsfrei nachweisen.
Denn im Gegensatz zu einer Zöliakie kommt es bei einer Glutensensitivität zu keiner Zottenatrophie im Dünndarm.

Rasche Besserung durch glutenfreie Ernährung

Steht die Diagnose Glutensensitivität fest, führt ein Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel zu einer raschen Besserung. Nach wenigen Tagen gehen die Symptome schon deutlich zurück, während es bei einer Zöliakie zwei bis drei Wochen dauern kann, bis der Patient auf die glutenfreie Diät anspricht, Zudem ist anders als bei einer Zöliakie-Erkrankung eine vollständig glutenfreie Kost häufig nicht notwendig. Oft reicht eine deutliche Reduzierung, um die Beschwerden wieder in den Griff zu bekommen.

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Video Welt-Zöliakie-Tag 2013 in Hannover (11.05.2013)

Unter dem Motto „Koch glutenfrei!“ fand am vergangenen Samstag, dem 11.05.2013, der Welt-Zöliakie-Tag in Hannover statt. Der Demonstrationszug ging vom Hauptbahnhof zum Georgsplatz, auf dem die Stände aufgebaut waren. Hier ein Video mit Impressionen vom Welt-Zöliakie-Tag.

Video Welt-Zöliakie-Tag 2013 in Hannover (11.05.2013)
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Glutenfreies Abendmahl beim Evangelischen Kirchentag

Beim Schlussgottesdienst des 34. Evangelischen Kirchentages, der zwischen dem 1.-5. Mai 2013 in Hamburg stattfindet, wird dieses Jahr ein ausschließlich glutenfreies Abendmal an die Menschen verteilt. Der Schlussgottesdienst wird am 5. Mai ab 10 Uhr im Hamburger Stadtpark gefeiert. Ab 9.00 Uhr findet dort auch unter der Leitung von Inken Christiansen (Religionspädagogin) die Einstimmung zum Gottesdienst statt. Die Predigt hat das Thema “Unter Feigenbaum und Weinstock” und wird von dem englischen Bischof Nicholas Baines gehalten. Die Liturgie stammt von dem Kieler Bischof Gerhard Ulrich, das Wort zum Kirchentag wird von Dr. Gerhard Robbers (Kirchentagspräsident) gesprochen. Für die musikalische Begleitung sorgt u.a. der Bläserchor der Hamburger Nordkirche. Im Anschluss an den Gottesdienst findet noch bis ca. 12.30 Uhr ein sogenannter “Ausklang” statt. Das Motto des glutenfreien Abendmahles ist abgeleitet von einem Ausspruch des Propheten Micha, der eine gute Zukunft voraussagte: „Jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen.“

Einer der Schwerpunkte des Kirchentages ist auch dieses Jahr wieder Inklusion. In vielen Bereichen des Kirchentages wird daraufhin gearbeitet, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit speziellen Bedürfnissen zu verbessern. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt sich auch am Beispiel des glutenfreien Abendmahls. Die Kirchentagslosung stammt dieses Jahr aus dem zweiten Buch Mose: „Soviel du brauchst“. Auch der Schlussgottesdienst wird dieses Thema noch einmal aufgreifen und fragen, was nötig ist, damit alle Menschen in Frieden und ohne Not miteinander leben können.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Themen und Veranstaltungen des Evangelischen Kirchentages.

Glutenfreies Abendmahl beim Evangelischen Kirchentag
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Glutenfreie Kost als Mittel gegen Reizdarm?

Forscher der Klinik für Gastroenterologie an der Charité Berlin vermuten, dass auch etwa jeder 5. Reizdarm-Patient von einer glutenfreien Ernährung profitieren könnte. Derzeit nehmen 150 Reizdarm-Patienten, die nachweißlich nicht unter Zöliakie leiden, an einer viermonatigen Studie der Charité teil, in der untersucht wird, ob eine glutenfreie Diät nicht auch einem Teil der Betroffenen mit dieser Diagnose helfen kann.

Hintergrund ist die Annahme, dass die genetische Ursachen, die für die Zöliakie verantwortlich sind, auch bei einem Teil der Reizdarm-Fälle eine Rolle spielen könnten. 95 Prozent der Zöliakie-Erkrankten weisen eine spezielle Form des Gens HLA-DQ2 vor, bei Reizdarm-Patienten sind es 35 Prozent – in der Normalbevölkerung dagegen nur jeder Vierte. Diese Gen-Variation scheint u. a. dafür verantwortlich zu sein, dass das Immunsystem auf bestimmte Teile des Glutens abwehrend reagiert.

Mehr Informationen zu dieser Studie, finden Sie u.a. auf tagesspiegel.de.

Tipp: Darmprobleme bringen nicht selten Begleiterkrankungen mit sich: Zum Beispiel die zwar ungefährlichen, aber lästigen Hämorrhoiden. Hier können Sie erfahren, wie man Hämorrhoiden vorbeugt.

Glutenfreie Kost als Mittel gegen Reizdarm?
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Glutenfrei Backen – die wichtigsten Tipps

glutenfreie BrötchenBeim glutenfreien Backen gibt es einige Besonderheiten, die Sie beachten sollten, damit die Zubereitung auch gelingt. Wenn Sie diese berücksichtigen, können Sie auch normale Rezepte als Ausgangsbasis für glutenfreie Gerichte verwenden. Verlieren Sie dabei nie den Spaß am kreativ in der Küche tätig sein, auch wenn es mal nicht klappen will. Jeder, der Erfahrung mit glutenfreien Backen hat, kann auch Geschichten von misslungenen Versuchen erzählen. Auch hier gilt das Sprichwort: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Die folgenden Tipps können jedoch Ihre ersten Schritte im Hinblick auf glutenfreies Backen erheblich erleichtern:

  • Glutenfreie Mehle benötigen viel Flüssigkeit. Geben Sie daher mehr Flüssigkeit hinzu als im Ausgangsrezept steht. Sie sollten aber darauf achten, dass der Teig nicht zu feucht und klebrig wird, denn dann kann er nur schlecht weiterverarbeitet werden.
  • Beim Fett sollten Sie nicht sparen, denn es sorgt dafür, dass der Teig besser zusammenhält. Geben Sie also immer ein wenig Fett dazu, auch wenn davon im Ausgangsrezept nichts steht. Auch ein Ei zusätzlich kann nicht schaden, wenn der Teig zu fest ist.
  • Verwenden Sie mehr Backtriebmittel (z, B. Backpulver) als bei normalen Rezepten, denn aus glutenfreiem Gebäck entweicht mehr Gas als aus gewöhnlichem.
  • Die Zugabe von kleinen Mengen Johannisbrotmehl oder Guarkernmehl kann helfen, dass der Teig besser zusammenhält. Nachteil: Der Teig geht nicht mehr ganz so gut auf.
  • Kleine Mengen gemahlener Flohsamen können dafür sorgen, Flüssigkeit im Teig zu binden.
  • Wenn Sie vorhaben, häufiger glutenfreies Brot zu backen, ist ein Brotbackautomat zu empfehlen – er kann eine enorme Erleichterung sein, was den Arbeitsaufwand betrifft.
  • Glutenfreies Gebäck, insbesondere Brot, bleibt nicht solange frisch wie gewöhnliches. Eine Lösung ist hier Einfrieren.
  • Es ist anzuraten, bei etwas geringerer Temperatur zu backen, als im Rezept steht. Denn glutenfreies Gebäck wird sehr schnell braun. Schauen Sie daher auch am Ende der Backzeit vorsichtshalber dann und wann in den Backofen.
Glutenfrei Backen – die wichtigsten Tipps
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Erste Fachmesse für „Frei von“-Lebensmittel im Juni in Freiburg

free_from_food_-_2013In Juni gibt es in Freiburg eine Premiere der besonderen Art. Denn dann öffnet die erstmals stattfindende „Free From Food“-Fachmesse ihre Tore. „Frei von“ heißt hier nicht nur „laktosefrei“ „zuckerfrei“ oder „gentechnikfrei“, sondern auch „glutenfrei“. Rund 100 Aussteller aus über 15 Ländern sind auf der Fachmesse vertreten, so zum Beispiel die deutsche Bauckhof GmbH, die unter anderem glutenfreie Müslis, Mehle und Backwaren vermarktet, oder mit Warburtons der größte Brot- und Backwarenproduzent Großbritanniens, der inzwischen auch eine umfangreiche glutenfreie Sparte besitzt. Die Messe richtet sich in erster Linie an Einkäufer und Entscheidungsträger aus der Gastronomie, dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Naturkost- und Reformhausbereich. Zahlreiche Fachleute werden im Rahmen der Messe Themen rund um den Free-From-Food-Markt den Besuchern näher bringen. Zudem stellt die Messe eine ideale Plattform für Netzwerkarbeit und für die Knüpfung von Geschäftskontakten dar. Unterstützer der Veranstaltung ist u.a. die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG). Die „Free From Food“-Fachmesse findet am 4. und 5. Juni in der Halle 3 der Messe Freiburg (Europaplatz 1) statt.

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Vorsicht vor glutenhaltigen Medikamenten

Gluten findet sich nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in manchen Medikamenten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Gluten als Trägermaterial beliebt ist. Wenn ein Medikament Gluten enthält, muss das im Beipackzettel verzeichnet sein. Sie sollten also immer den Beipackzettel des verschriebenen Medikaments auf seine Unbedenklichkeit prüfen. Als Mitglied der Deutschen Zöliakie Gesellschaft können Sie zudem eine aktuelle “Aufstellung glutenfreier Arzneimittel” beziehen. Auf jeden Fall sollten Sie Ihrem behandelnden Arzt mitteilen, dass Sie unter Zöliakie leiden und glutenfreie Medikamente benötigen – sowie noch einmal zur Sicherheit in der Apotheke nachfragen.

Glutenhaltige Zahnpasta und Kosmetika

Kosmetika und Zahnpflegeprodukte können ebenfalls Gluten enthalten. Auch hier gibt es Alternativprodukte. Bei Kindern sollte man auf jeden Fall immer auf Nummer sicher gehen und glutenfreie Produkte verwenden, da diese Zahnpasta auch mal essen. Ob Lippenstifte oder andere Kosmetika einen negativen Effekt haben können, ist umstritten. Schließlich gibt es kaum jemanden, der Lippenstift isst. Wie so oft gilt hier: Vorsicht ist angebracht, Panikreaktionen allerdings nicht.

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Welt-Zöliakie-Tag am 11. Mai 2013 in Hannover

In der niedersächsischen Landeshauptstadt findet am 11. Mai 2013 wieder der Welt-Zöliakie-Tag statt. Das Motto dieses Jahr lautet: „Koch glutenfrei!“ Durch dieses Motto soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Zöliakie-Betroffenen sich nach wie vor sehr schwer tun, auswärts zu essen, da die Angebote an glutenfreier Kost – egal ob im Restaurant, in der Mensa, in der Kantine oder in der Kita, sehr rar gesät sind. Neben einer Demonstration, die auf diesen Missstand hinweisen soll, gibt es auf dem Welt Zöliakie Tag ein buntes Programm für Groß und Klein: Kinderschminken, musikalische Unterhaltung etc.. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: es sind Getränke- und Imbissstände vorhanden und auf einem Markt werden glutenfreie Produkte angeboten. Workshops und Informationsveranstaltungen runden das Angebot des Welt Zöliakie Tages ab. Mehr aktuelle Informationen zum Welt Zöliakie Tag finden Sie auf der Website der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG), die auch Veranstalter ist.

 

 

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